Herkunft des Namens Mattmüller.
Nach alter Überlieferung kommt dieser Name von einer Mühle auf der Matte (Wiese), also von der Mühlematt. Es ist aber schwer zu sagen, wo unsere legendäre Mühle gestanden hat, denn der Name Mattmüller kam schon im 15. Jahrhundert in vielen Ortschaften vor.
 
Meine Vorfahren.
In der Gemeinde Ihringen am Kaiserstuhl, wo meine Vorfahren erstmals verzeichnet wurden, war keiner mehr Müller von Beruf und ich konnte dort auch keine Mühle oder Überreste davon ausmachen, obwohl ein Bach vorhanden ist. Weil der Name Mattmüller in der Chronik von Ihringen fehlt, dürfte dieses Geschlecht dort zugewandert sein.
 
Dokumente.
Früher gab es noch keine amtlichen Register, sondern die Dorfpfarrer (Pfaffen) zeichneten Geburten, Eheschließungen
und Todesfälle in Kirchenbüchern auf  (Bild).
 
Es gibt aber ein gedrucktes Sippenbuch von Ihringen  (Bild).
Darin findet man Mattmüller Martin (1592), Almosenpfleger. Dann folgt ein Mattmüller Jacob (1614) ohne Berufsangabe, noch ein Mattmüller Martin (1652), dann ein Sebastian Mattmüller (1685) Metzger, dann Mattmüller Joseph (1728) Schuhmacher, mit dem Vermerk "von ihm stammen Basler Mattmüller ab" und Mattmüller Johannes (1769), Bauer.
 
Friedrich Mattmüller (1812) war Hutmacher und verließ Ihringen, um sich in Müllheim niederzulassen. Das war mein
Ur- Ur- Großvater und der hatte vier Kindern. Sein ältester Sohn trug wieder den Namen seines Vaters. Siehe unten.
 
Friederich G. Mattmüller (1849) war von Beruf Kaufmann und wanderte in die Schweiz nach Basel aus. Dort heiratete er die Katharina Liebrich. Sie hatten acht Kinder. Aus jener Generation von Söhnen und Töchtern waren mir als Knabe nur wenige persönlich bekannt. Der älteste hieß, wie könnte es anders sein, wieder Friedrich. Siehe nächster Abschnitt.
 
Friedrich R. Mattmüller (1884 ) war mein Großvater. (Bild)
Er war Elektroingenieur, elektrifizierte die Rhätische Bahn und heiratete 1913 die Telefonistin Emilie Frey aus Basel. Zuerst wohnten sie in Buchs und dann in einem Haus mit Garten in der Siedlung Freidorf in Muttenz. Nun wurde er Lehrer an der Basler Gewerbeschule. Von seinen fünf Kindern hieß das älteste wieder Friedrich, genannt Fritz. Dann kamen noch Johannes, Arnold, Ruth, Elsbeth und Benedikt zur Welt.

Johannes Mattmüller (1917) war mein Vater. (Bild)
Er lernte Automechaniker und kam in den Kriegsjahren zur Pneufabrik Firestone in Pratteln, wo er als Fabrikmeister Karriere machte und mit 21 Jahren heiratete.
 
Margot Streit (1918 ) war meine Mutter. (Bild)
Sie war in Münchenstein aufgewachsen, machte eine Haushaltlehre und heiratete im Alter von 20 Jahren.
 
Meine Eltern. Hans und Margot Mattmüller - Streit wohnten in Muttenz und hatten drei Kinder. Ich wurde 1938 als erster Sohn geboren, dann kamen 1941 mein Bruder Roger und 1946 meine Schwester Sylvia zur Welt. Meine Mutter starb 1974 an einer schweren Krankheit und der Vater Anno 2000 im Alter von 83 Jahren.
 
Heinz Johannes Mattmüller (1938)  (Bild)
Ich bin in Muttenz aufgewachsen und zur Schule gegangen. In Basel absolvierte ich eine Lehre als Techniker für Radio und Fernsehen und war dann auf verschiedenen Gebieten der Elektronik tätig, so bei IBM und bei der Generalvertretung für Hammond Orgeln. Als Hammond die Produktion einstellte, landete ich bei den Winterthur Versicherungen, wo ich bei der Übernahme durch die AXA mit 60 Jahren unfreiwillig frühpensioniert wurde.

Familie.
Ich habe drei erwachsene Söhne aus erster Ehe mit einer Frau aus Pratteln und wurde schon mehrmals Großvater. Nach der Scheidung machte ich eine Reise nach Thailand, wo ich meine neue Frau Somsi Onsamrong kennen lernte. Weil ich schon über 50 Jahre alt war, wollten wir keine Kinder mehr. Ich bin jetzt pensioniert und sie ist noch teilzeitig berufstätig.

Politik.
Bis 2002 war ich aktiv bei den Schweizer Demokraten, 10 Jahre lang Landrat im Kanton Baselland, 16 Jahre Einwohnerrat in Pratteln und Mitglied verschiedener Kommissionen. 
 
Verwandte in Basel. Von meinen älteren Verwandten blieben die meisten in Basel wohnhaft und waren öffentlich bekannt. Mein Großonkel Georg war Arzt und Impfgegner. Seine Söhne wurden Akademiker bis zum Professor. Im Grossen Rat wurde Hanspeter Mattmüller von der EVP 1984 Ratspräsident. Der links politisierende Felix Mattmüller war viele Jahre Großrat der SP und Präsident der Grauen Panther.
 
Familienwappen.
Die Mattmüllers unseres Stammes hatten sich vor über 100 Jahren ein Familienwappen zugelegt; ein Mühlerad auf grünem Grund. Siehe im Titel oben.
 
Ihringen heute.
An Pfingsten 2010 besuchte ich erstmals Ihringen und fand ein schmuckes und sauberes Städtchen vor. Nachfolgend zeige ich einige von mir gemachte Fotoaufnahmen. Auf dem Dach der evangelischen Kirche befindet sich ein Storchennest (Bild) und im Vorhof erinnert ein Denkmal (Bild) an die Gefallenen eines Krieges. Der schöne Brunnen (Bild) an der Hauptstrasse erfreut alle Besucher. Zum Schluss noch der Ausblick von einem der vielen Rebberge (Bild). Gehegt und gepflegt wird v.a. der rote Spätburgunder und der weisse Silvaner. Das volle Aroma hat der Wein von der vulkanischen Erde des Kaiserstuhls. Die Mattmüllers betrieben Rebbau in Ihringen teilweise nebenbei, aber dort gibt es heute noch einen Winzer namens Mattmüller.

Ein verwandter Stammbaum siehe unter www.mattmueller.net

Wer sich für Mühlen interessiert, kann das Mühlenmuseum in Brüglingen / Basel (Grün 80) besuchen. Die Mühle ist an bestimmten Tagen in Betrieb und der Eintritt ist frei.
Video Shockwave Player.

Ich bin ein Fan von Mühlen geworden, denn es fasziniert mich, wie allein mit Wasser viel Kraft erzeugt werden kann.  

Lehrreiches über Mühlen: http://www.natuerlich-online.ch/